Lichtstimmungen

Jennifer Presche

"Die Warnungen könnten nicht deutlicher sein, aber ihr wollt einfach nicht hören. In jedem Augenblick steckt das Potenzial für eine bessere Zukunft, aber ihr weigert euch, das zu glauben. Ihr glaubt es nicht und damit unternehmt ihr auch nicht, was nötig ist, um sie zu verwirklichen. Also wartet ihr auf diese schreckliche Zukunft, die ihr euch ausgesucht habt. Und zwar aus einem Grund: Weil diese Zukunft im Hier und Heute nichts von euch verlangt. Nicht einen Handschlag. Also, ja, wir haben den Eisberg gesehen und die Titanic gewarnt. Aber ihr steuert trotzdem darauf zu. Volle Kraft voraus. Wieso? Weil ihr unbedingt sinken wollt. Ihr habt aufgegeben." – Michael Ende

In der fotografischen Serie LICHTSTIMMUNGEN beschäftigt sich Jennifer Presche mit den Lichtstimmungen am Meer und den vielfältigen Erscheinungen in Wechselwirkung mit den Tages- und Jahreszeiten. Die zunehmend sicht- und fühlbaren Auswirkungen des Klimawandels auf das Meer spielen eine zentrale Rolle in ihren Fotografien. Inspiriert von Michael Endes Zitat soll die Serie die Bedeutung dieses Lebensraumes hervorheben und verdeutlichen, welche Schönheit wir aktuell aufs Spiel setzen. Presches Arbeit verfolgt hier den Denkansatz, den Fokus von der Zerstörung der Umwelt auf die Schönheit der Natur zu lenken.

Jennifer Presche

Where do you see yourself in 20 years?

Im Moment ist mein Motto "Tag für Tag" . Allerdings sehe ich mich dann als starke Frau, die immer weiß, was sie will, als erfolgreiche Fotografin und vor allem Buchautorin.
Und an einem Punkt, an dem ich weiß, dass alles so gut ist in meinem Leben, wie es ist.

What is a good design for you?

Gutes Design ist für mich klar und verständlich, äußerlich ansprechend und informativ für den Betrachter / Nutzer. Es kann durchaus auffallend sein, um aus der Masse herauszustechen, um auf diese Weise beispielsweise möglichst viele Menschen auf eine Veranstaltung aufmerksam zu machen. Dennoch hat auch schlichtes Design seine Vorteile, arbeitet Informationen gut heraus und bietet eine hohe Verständlichkeit.

What was the most challenging experience during your studies?

Das Bachelorsemester mitsamt privater Probleme, die meine Weiterarbeit insbesondere am Projekt immer wieder stark beeinträchtigt haben.

Who or what inspires you?

Vieles, aber vor allem Bücher, Filme und Zitate.

How do you approach a new project?

Über Zitate und viel Nachdenken und Durchdenken meiner Ideen für dieses Projekt. Gerade bei mehreren Ideen ist dies eine hilfreiche Methode, um Ideen auszuwählen oder ggf. sinnvoll zu verknüpfen. Im Anschluss erstelle ich eine Übersicht mit diesen Ideen, Stichwörtern, Links etc., die als Grundlage für die Weiterarbeit dient.

What advice would you give to students who just started studying in your programme?

Bleibt euch selbst treu und verteidigt die Ideen, die euch wichtig sind. Eure Projekte sind Ausdruck dessen, was ihr denkt, fühlt, was ihr mitteilen wollt und was ihr damit erreichen wollt. Steht ein für eure Ideen.

Have you changed during your studies? How?

Vor allem durch das Praktikum und eine Reihe Veränderungen, die es mit sich gebracht hat. Ich bin erwachsener geworden, habe tolle Menschen kennengelernt und konnte viele Erfahrungen sammeln, die mich verändert haben.

Why did you choose to study in your programme?

Ich wollte das Feld der Fotografie lernen, sowie die einzelnen Bereiche. Es war eine gute Möglichkeit, Neues über die Fotografie zu lernen; bei mir als Naturfotografin beispielsweise über die Porträtfotografie. In dem Zusammenhang war das Auslands- bzw. Praxissemester ausschlaggebend, da ich dadurch viele neue Erfahrungen sammeln konnte und viel gelernt habe.

What are you not going to miss in your studies?

Die Hausaufgaben, Hausarbeiten, Projektdokumentationen und sich jeden Tag hinsetzen, um die Aufgaben zu bearbeiten. Gerade das Bachelorsemester war stressig, weshalb ich gleichzeitig froh bin, wenn ich den Abschluss geschafft habe sowie das Studium habe machen können.

How are you going to celebrate your graduation?

Lange, zusammen mit meiner Familie, meinem Freund, Freunden und indem ich nach und nach alles nachhole, wozu ich während des Studiums nicht gekommen bin.

Say hi!

Margarita Nikolajeva